OGI Oil & Gas Invest AG

Hamburg/ Frankfurt, 29.06.2015. Die Frankfurter Oil & Gas Invest AG (OGI AG) versucht's wieder. Und wirbt erneut Anleger für ein millionenschweres Nachrang-Darlehen. Sie verspricht den Anlegern einen hohen Zins, bis zu 12% p.a. 

Rohöl mit einem Marktwert in Höhe von bis zu US$ 6 Mrd.

Mit dem Geld sollen Probebohrungen zur Erschließung von Ölvorkommen im Süden der U.S.A. finanziert werden. Angeblich soll es um bis zu 120 Mio. Barrel Rohöl im Marktwert von bis zu US$ 6 Mrd. gehen. Den Schluss legt jedenfalls ein Gutachten der schweizerischen White Falcon Petroleum Technologies AG nahe.

Zweifelhafte Platzierungshistorie

"Das hört sich zunächst vielversprechend an", meint der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, "aber das Unternehmen hat eine zweifelhafte Platzierungshistorie und die Geschäfte sind riskant."Denn die OGI AG hatte vor ein paar Monaten das erste Mal versucht, über ein Darlehen Anlegergelder einzusammeln. Mit dem vollmundigen Versprechen des Vorstands Jürgen Wagentrotz, für den Zins und das Rückzahlungsversprechen mit seinem Privatvermögen zu bürgen. Immerhin nach Recherchen der Wirtschaftswoche € 100 Mio. Und Werbung von der VOX Shopping Queen Guido Maria Kretschmer. 

BaFin ermittelte bereits

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sah in dem Rückzahlungsversprechen ein erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft. Für das die OGI AG keine Erlaubnis hatte. Und das hatte Folgen. Die Platzierung wurde gestoppt und den Anlegern musste das eingesetzte Kapital umgehend zurückerstattet werden. Anlegeranwalt Matthias Gröpper erklärt: "In Deutschland dürfen nur besonders zuverlässige Unternehmen, vor allem Banken und Sparkassen, Einlagengeschäfte anbieten. Die Zuverlässigkeit hat die OGI AG nicht nachgewiesen."

Kein Kavaliersdelikt

Streng genommen machen sich Anbieter von Einlagengeschäften, denen das nicht erlaubt wurde, strafbar, § 54 KWG. Und der Bundesgerichtshof hält die Erlaubnispflichtigkeit für ein Schutzgesetz. Anbieter und Vermittler haften im Zweifel mit ihrem Privatvermögen (BGH, III ZR 238/03). "Das ist", sagt Anlegeranwalt Gröpper, "kein Kavaliersdelikt."

Große Risiken

Das haben die jetzt korrigiert. Aber das Angebot ist nichts desto trotz nach der Einschätzung der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte nichts für schwache Nerven. "Wie sehen", sagen die Hamburger Anlegeranwälte, "eine ganze Reihe gravierender Risiken: Explorations-, Förderungs-, Markt- und Währungsrisiken zählen dazu. Denn streng genommen kann niemand mit letzter Gewissheit sagen, wie groß das Ölvorkommen ist und was wirtschaftlich vernünftig gefördert werden kann."Die Stiftung Finanztest hatte aus den Gründen scgon vor der ersten Emission gewarnt. 

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper