Astoria Invest AG

Hamburg/ Walldorf, 22.06.2015. Die baden-württembergische Astoria Invest AG wurde 2012 gegründet und bietet als Emissionshaus interessierten Kapitalanlegern Investments über Zielgesellschaften in industrielle Kompostanlagen, die mit dem Super-Compost-Verfahren nach eigenen Angaben organischen Abfall innerhalb von acht Wochen in Naturdünger umwandelt.

Die Anleger können sich über zwei Zielgesellschaften, die Astoria Organic Matters GmbH & Co. KG und die Astoria Organic Matters 2 GmbH & Co. KG an dem Unternehmenszweck beteiligen. Die erste Zielgesellschaft wurde als geschlossener Fonds konzipiert, dem die Interessenten über die Treuhänderin, die Convent Beteiligungstreuhand GmbH, mit einem Mindesteinsatz in Höhe von € 15.000,00 als mittelbare Kommanditisten beitreten konnten. Mittlerweile ist der Fonds geschlossenen worden.

Seit 2014 sammelt die zweite Emittentin über eine Namensschuldverschreibung bis zu € 19,9 Mio. bei Anlegern ein. Das Geld wird der Astoria Tochter Astoria Private Equity GmbH geliehen und die soll das Kapital in Anlagen zur industriellen Kompostierung organischer Abfälle investieren.

"Die beiden Investments", meint der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, "sind spekulativ. Die Gesellschaften können den versprochenen Zins und das eingesetzte Kapital den Anlegern nur (zurück-) zahlen, wenn sich der prognostizierte unternehmerische Erfolg realisiert. Und das halten wir für ungewiss."

Denn mittlerweile hat die Astoria Invest AG in einer Pressemitteilung erklärt, dass das es zwei Jahre nach der ersten Prospektierung des kanadischen Kompost-Projekts 2013, dass der Betrieb 2014 aufgenommen werden und das Projekt 2017 nach einer vierjährigen Laufzeit veräußert werden soll, in einer Pressemitteilung 2015 ausgeführt, dass sie jetzt (!, 2015) die Betriebsgenehmigung erhalten haben. "Dies vorausgeschickt", findet der Hamburger Anlegeranwalt Gröpper, "können die das Projekt denktnotwenig nicht 2017 nach der vierjährigen Betriebszeit verkaufen. Denn die befinden sich jetzt schon im Verzug. Zwei Jahre. Das heitß, dass die, wenn die die Betriebszeit bringen wollen, frühestens 2019 verkaufen könnten."

Eine Information, die Anleger bei Investments in die zweite Zielgesellschaft über die Anleihen berücksichtigen sollten. Die Leistungsbilanz ist schwach.

Und daraus könnten Schadensersatzansprüche folgen. Meint Rechtsanwalt Gröpper. Denn wenn Anleger nicht oder unzutreffend über die wirtschaftliche Plausibilität der betreffenden Kapitalanlage oder über die Bonität und Seriösität der Initiatoren und Kapitalsuchenden aufgeklärt wurden (BGH, Urt. vom 10.11.2011, III ZR 81/11; BGH, Urteil vom 11.09.2003,  III ZR 381/02; OLG Saarbrücken, Urteil vom 08.03.2006, 5 U 257/05), haften Berater und Initiatoren. 

Deshalb raten die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte betroffenen Anlegern, alle in Betracht kommenden Schadensersatzansprüche von einem auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Denn in der Vollstreckung gilt das Prioritätsprinzip. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Oliver Frick