Canada Gold Trust

Hamburg/ Konstanz, 20.04.2015. Wir werden von immer mehr verunsicherten Anlegern der Canada Gold Trust Fonds (CGT) um Rat gebeten. Denn die Hiobsbotschaften häufen sich.

Zuletzt wurde die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Anbieters der Fonds, die Konstanzer Canada Gold Trust GmbH, beantragt (AG Konstanz, 42 IN 152/15). Der Rechtsanwalt Norbert Wischermann wurde zum vorläufigen Verwalter bestellt.

Und jetzt sollen die Anleger der Fonds auch noch einen Teil der Vorabausschüttungen zurückzahlen. Die geschäftsführende Komplementärin dre Fonds, die XOLARIS Verwaltungs GmbH, fordert 30% zurück. Mit dem Geld sollen nach Aussage des Geschäftsführers Dr. Rudolf Döring die Fonds saniert werden.

Der Hamburger Anlegeranwalt Matthias Gröpper mahnt die Anleger, die Regressforderungen ernst zu nehmen. "Der Bundesgerichtshof hat zwar zuletzt die entsprechenden Klauseln in den Gesellschaftsverträgen mehrere Fonds kassiert, aber es kommt stets auf den Einzelfall an."

Darüber hinaus geht es auch um die Sinnhaftigkeit des Sanierungsversuchs. "Und die", meint Rechtsanwalt Gröpper, "bezweifeln wir. Denn die blumigen Einschätzungen der Henning Gold Mines Inc. (HGM) zu den angeblichen Goldvorkommen im  Eight Mile Lake werden, finden wir, nicht durch den Technical Report zu dem Schürfgebiet gedeckt."

In dem Bericht hieß es nämlich, dass es lediglich Hinweise auf Goldvorkommen der sogenannten inferred category gibt. Nach der Canadian CIM Classification, NI 43-101, sind "inferred ressources" nämlich nur vermutete Vorkommen und die Vermutungen folgen aus unsicheren Umständen. "Das heißt", meint Gröpper, "dass es völlig unklar ist, ob dort Gold liegt und ob das Gold gegebenenfalls mit einem vertretbaren wirtschaftlichen Aufwand gefördert werden kann."

"Das sind", schätzt der auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierte GRÖPPER KÖPKE Anwalt, "höchst ungewissen Expektanzen und deshalb halten wir diese Investments für spekulativ. Jeder Anleger sollte sich genau überlegen, ob er diese Risiken weiter tragen möchte."

Darüber hinaus fordert GRÖPPER KÖPKE die konsequente Aufklärung des Verbleibs eines erheblichen Teils der Anlegergelder. "Von den € 47 Mio. soll ein Teil versickert sein. das muss aufgeklärt werden. Notfalls durch die Staatsanwaltschaft. Bis dahin halten wir die Unternehmensverantwortlichen der Fonds für nicht verhandlungswürdig."

Zudem können Anleger unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatzansprüche geltend machen. "Wenn Anleger nicht beraten worden, können die in vielen Fällen", schätzt Rechtsanwalt Matthias Gröpper, "alles zurückholen. Wenn die Ansprüche noch nicht verjährt sind. Und bei den ersten beiden Trust Fonds droht schon die Verjährung."

Betoffenen rät der Hamburger Anlegeranwalt, alle in Betracht kommenden Ansprüche von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Oliver Frick