SIB Suevia Immobilien Beteiligungs GmbH

Hamburg/ Filderstadt, 10.07.2014. Die Investments der Stuttgarter SIB Suevia Immobilien Beteiligungs GmbH sind nichst für schwache Nerven. Das 2004 vom Anlagevermittler Oliver Goblirsch gegründete Unternehmen wirbt über eine Inhaber-Teilschuldverschreibung und ein partiarisches Darlehen (zu den Risiken partiarischer Darlehen) viel Geld bei Anlegern ein.

Schlechte Nachbarschaft

Die Gesellschaft aus Filderstadt/ Stuttgart behauptet, mit den Geldern der Anleger Immobilien aus Zwangsversteigerungen und Bankverwertungen zu kaufen und höchstens 70% des Gutachtenwerts zu zahlen. Der Ertrag der Anleger soll aus der Vermietung der Immobilien folgen. Die SIB Suevia Immobilien Beteiligungs GmbH behauptet, dass sie Wohnimmobilien mindestens mit einer Rendite in Höhe von 8% und Gewerbeimmobilien sogar mit einer Rendite in Höhe von bis zu 10% zu vermieten. Die Anleihe soll mit 5,55%/ Jahr verzinst werden. Die Tübinger fairvesta Group, meint der Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, macht das ähnlich: "Die behaupten auch, dass sie Immobilien mit einem Preisvorteil aus Zwangsversteigerungen erwerben, bewirtschaften und gewinnbringend zum Marktwert verkaufen. Aber: Mittlerweile ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen die Schwaben. fairvesta bestreitet die Vorwürfe zwar, aber die renommierte Wirtschaftswoche schrieb: "Fairvesta ist damit den Beleg dafür, die günstig eingekauften Immobilien im großen Stil teuer verkaufen zu können,  bislang schuldig geblieben." So einfach scheint man mit dem Geschäftsmodell nicht Geld verdienen zu können."

Fragwürdige Werbung

Der Geschäftsführer wirbt mit warmen Worten: "Sicherheit und Gewinne durch günstigen Einkauf". Investments in Immobilien sind nicht "sicher", sagt der Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper: "Es gibt Vermarktungs-, Finanzierungs- und Verkaufsrisiken. Bei Neubauten kommen noch Erschließungsrisiken dazu. Wenn sich die Risiken realisieren, drohen die Betroffenen alles zu verlieren."

Unschlüssiges Anlagekonzept

Die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte haben erhebliche Zweifel an der Plausibilität der Verzinsungsprognose. Selbst wenn die SIB 8% aus der Vermietung der Immobilien zieht, kommt das Geld denknotwendig erst nach dem Kauf und der Vermartkung der Immobilie. In der Zwischenzeit entstehen erheblichen Zwischenfinanzierungskosten. Sie halten die prognostizierte Verzindung des Kapitals für unrealistisch.

Grundbuchsicherung nichts wert

Oliver Goblirsch wirbt zwar mit der Absicherung des Investments durch einen entsprechenden Grundbucheintrag. Aber der ist nur dann werthaltig, wenn kein anderer Gläubiger im höheren Rang steht und die Immobilie zum Verkehrswert veräußert werden kann. Das wäre überraschend; die finanzierenden Banken stehen meistens im ersten Rang. Und bei einer Zwangsverwertung wird ausgesprochen selten der tatsächlicher Verkehrswert erlöst. Und die Kosten des Verzugs und der Verwertung werden noch abgezogen. Da bleibt für Sicherungsgläubiger auf den hinteren Plätzen meistens nichts übrig.

Rechtsanwälte raten

Die betroffenen Anlegern sollten das Investment von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt kritisch prüfen lassen. Es gibt nach Einschätzung der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte keinen Grund, für eine Zinschance in Höhe von 5,55%/ Jahr das Risiko einzugehen, viel oder alles zu verlieren. Und die Behauptung, dass es sich um ein Investment handele, dass "sicher" und/ oder "gewinnbringend" ist, halten wir für irreführend; das entwertet alle Risikohinweise. Anleger könnten unzutreffend davon ausgehen, dass sie nichts verlieren können. Und das ist vollkommen falsch. 

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Dirk-Andreas Hengst, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper