MPC Indien: Jetzt handeln. Nächstes Jahr ist Schluss mit Schadensersatz.

Hamburg, 28.10.2013. Indien-Anleger drohen alles zu verlieren. Wenn sie nicht handeln. Das Hamburger Landgericht hat eine dramatische Informationspflichtverletzung festgestellt (309 O 5/12, noch nicht rechtskräftig). Die Bankrechtskammer hat beim Verkaufsangebot für die Beteiligungen an dem geschlossenen Immobilienfonds haftungsbegründende Prospektmängel festgestellt; die Anleger wurden nicht richtig über das tatsächlich genehmigte Bauvolumen des Investments informiert. Daraus folgen Schadensersatzansprüche der Anleger gegen die Gründungskommanditistin und die Treuhänderin; danach haften jedenfalls die MPC Capital Investments GmbH und die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH. Anleger können alles zurückverlangen.

Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg hat über einen Beschluss nach § 522 ZPO klar signalisiert, dass es es die Berufung der Beklagten zurückweisen will. Die Sache ist nach der Einschätzung der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte ein Selbstläufer; die Betroffenen können die Treuhänderin und die Gründungskommanditisten in Anspruch nehmen.  

Und sollten das schnell tun: "Betroffene werden nach unserer Einschätzung praktisch alles verlieren, wenn sie nicht bis zum Jahresende handeln. Den dann könnten die Ansprüche verjähren; verjährte Ansprüche können nicht mehr durchgesetzt werden," sagt die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Jennifer Griebe.  

Zu den Hintergründen. Der Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH & Co. KG wurde 2007 aufgelegt und 2007 und 2008 am Markt platziert. 2800 Anleger haben sich mit  € 68 Mio. an dem Fonds beteiligt. Es ging um Investments in indische Wohnimmobilien. 3.400 Einheiten sollten gebaut werden. Den Anlegern wurde in Aussicht gestellt, dass sie vier Jahre später 150% des eingesetzten Kapitals zurückbekommen. Und verschwiegen, dass es keine Baugenehmigung gab. Die Wohnungen wurden bis heute nicht gebaut. Am Zweitmarkt werden solche Beteiligungen mit 4% des Nennwerts gehandelt.

Ansprechpartner: Frau Rechtsanwältin Jennifer Griebe, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper