Ownership Treuhand GmbH haftet. Das tatsächlich schwierige Marktumfeld sei beim Fonds MS "GRENAA" zu positiv dargestellt worden.

Hamburg, 19.10.2013. Das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg könnte der Startschuss für viele Käufer von Beteiligungen an Schiffsfonds seit 2008 sein. Die Richter verurteilten die Treuhänderin des Fonds Reederei Lauterjung GmbH & Co. KG MS "GRENAA", die Ownership Treuhand GmbH, als Prospektverantwortliche mit der Begründung, dass das 2008 schon reichlich schwierige Marktumfeld für Schiffe insgesamt und Mehrzweckfrachter im Besonderen nicht richtig dargestellt wurde (13 U 15/11, nicht rechtskräftig).

"Das Urteil," meint die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Jennifer Griebe, "hat Signalwirkung. Nach unserer Einschätzung haben viele Emissionshäuser bei den meisten Schiffsfonds das Marktumfeld zu positiv dargestellt und vor allem den sogenannten Schweinezyklus, die denknotwendige Verringerung der Marktpreise durch ein steigendes Angebot, vollkommen unberücksichtigt gelassen. Wenn die Initiatoren das daraus folgende Risiko für einbrechende Schiffspreise und Charterraten richtig berücksichtigt hätten, hätten sie davon ausgehen müssen, dass Schiffe in den nächsten Jahren schwerlich gewinnträchtig betrieben werden können. Und das hätte den Anlegern klar gesagt werden müssen."

Ansprechpartner: Frau Rechtsanwältin Jennifer Griebe, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper