Schiffe in schwerer See. Eine Information zur "CHALEUR BAY".

Hamburg, 20.10.2013. Geld drucken ist so einfach. Man nehmen eine gebrauchten Panamaxtanker, in dem Fall das MT "CHALEUR BAY", verkaufe ihn für viel Geld an eine Investitionsgesellschaft und die platziert das Schiff dann über einen Publikumsfonds bei ahnungslosen Anlegern. Und die müssen am Ende die Zeche zahlen. 

Die Anleger des Fonds Schifffahrtsgesellschaft "CHALEUR BAY" mbH & Co. KG könnten sich gerade so fühlen. Denn fast alle Beteiligten verdienen mit dem Investment Geld, bevor die Anleger, die die eigentlichen wirtschaftlichen Risiken des Konzepts tragen, ihr Geld zurückbekommen.

 

Zwei Drittel aller Schiffsfonds befinden in der Krise. Sie machen keine Gewinne, schütten nicht aus, fordern Ausschüttungen zurück und/ oder können die Schiffskredite nicht tilgen. Nach der Einschätzung von Experten werden früher oder später die meisten Schiffe in die Pleite gehen. Die Betroffenen drohen viel Geld zu verlieren.

Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte vertreten geschädigte Kapitalanleger. Sie  konzentrieren sich auf die Vertretung von Anlegern bestimmter Schiffsfonds, die sie für problematisch halten, schauen hinter die Kulissen, sprechen mit möglichst vielen Betroffenen und entwickeln aus den Informationen für jeden einzelnen Anleger ein individuelles Haftungskonzept. Im Zusammenhang mit den Beteiligungen an der Schifffahrtsgesellschaft „CHALER BAY“ sind sie zu folgenden Ergebnissen gekommen.

„Wir halten das Anlagekonzept von Anfang an für unschlüssig. Die Rentabilität des Anlagekonzepts folgt vor allem aus dem für den Betrieb des Schiffs zur Verfügung stehenden Kapitals. Im vorliegenden Fall wurden einschließlich des Aufgelds rund 31,6% des Kommanditeigenkapitals verbrannt, bevor das Schiff das erste Mal den Hafen verließ. Das Geld floss in die Taschen der Entwickler und der Vermittler. Das heißt, dass der Fonds erst mal eine Nettorendite in Höhe von 36,31% erzielen muss, damit das Geld, dass die Anleger das Geld investiert haben, voll genutzt werden kann. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (III ZR 359/02) ist der wirtschaftliche Erfolg eines geschlossenen Investments von Anfang an unwahrscheinlich, wenn die Vertriebskostenquote bei über 15% liegt. In dem Fall lag sie bei mehr als 30%.“ 

Neben den Vermittlern haben die Initiatoren kräftig mitverdient. Und die sind ein gutes Stück weit miteinander verbunden. Der Kauf des Schiffs wurde über ein Schiffshypothekendarlehen der Warburg Bank (mit-) finanziert. Zur Gruppe der Hamburger Warburg Bank gehört unter anderem die ATALANTA, die sich selbst als „Bindeglied zwischen dem Schiffs- und dem Kapitalmarkt“ bezeichnet. Die ist am Emissionshaus und an der Treuhänderin und an dem Vertragsreeder beteiligt. Das Emissionshaus ist an der Geschäftsführungsgesellschaft des Fonds und der Eigenkapitalvermittlerin beteiligt.

Die Gründungskommanditisten Block und Schlegel sind wiederum an der Initiatorin, der Fondsgeschäftsführerin, dem Vertragsreeder und der Geschäftsführungsgesellschaft des Vertragsreeders und darüber wiederum an der Emittentin beteiligt. Das heißt, dass die Gründungskommanditisten auf Kosten der Anleger, meistens unabhängig vom wirtschaftlichen Ergebnis, kräftig verdient haben. Und was noch schwerer wiegt: Das Konstrukt „Alles aus einer Hand, alles in eine Tasche“ fördert nach der Meinung der auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte schwerwiegende Interessenkonflikte, die die Anleger benachteiligen.

Nach unserer Einschätzung," meint der Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper, " kommen neben den Vermittlern vor allem die Treuhänderin und die beiden Gründungskommanditisten Block und Schlegel als Haftungsgegner in Betracht. Wir haben Interessengemeinschaften Betroffener gegründet, die unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ansprüche aus den Informationspflichtverletzungen zur Verringerung des individuellen Kostenrisikos gemeinsam geltend machen können.“

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Frau Rechtsanwältin Jennifer Griebe