Die Wurzeln. Die Gesellschaften haben die Platzierungsgarantien beim Elbe Emissionshaus gezogen.

Hamburg, 22.10.2013. Zuletzt haben die HR Vera GmbH & Co. KG und die HR „Simone“ GmbH & Co. KG die Platzierungsgarantien gezogen. Aufgrund der teilweise gescheiterten Platzierung hatte die HR Vera GmbH & Co. KG offene Forderung gegen das EEH Elbe Emissionshaus GmbH &. Co. KG in Höhe von € 5.749.500,00. Hinzu kamen Forderungen der HR „Simone“ GmbH & Co. KG in Höhe von € 5.500.000,00. Diese Forderungen konnten von der EEH nicht beglichen werden und das Emissionshaus ging pleite.

Ein weiterer Fonds (MS Anke GmbH & Co. KG) konnte ebenfalls nicht voll platziert werden. Dieser Fonds hat aber nicht die Platzierungsgarantie gezogen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Oliver Frick, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

Das ist EEH Elbe Emissionshaus ist pleite. Ein Beitrag zu den Folgen der Insolvenz für die Anleger.

Hamburg, 11.10.2013. Die EEH Elbe Emissionshauses GmbH & Co. KG (EEH) hat am 26.03.2013 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Am 05.08.2013 hat das Gericht das Insolvenzverfahren unter dem Aktenzeichen 67b IN 83/13 eröffnet.

Das Emissionshaus hat bei allen Schiffsfonds Platzierungsgarantien abgegeben; es stand für den Verkauf des Kommanditkapitals ein. Schiffsfondsbeteiligungen konnten zuletzt wegen des schwierigen Marktumfelds und der drastsichen Verschlechterung der Ertragschancen durch dramatisch eingebrochene Charterraten kaum mehr platziert werden.Zuletzt haben Fonds die Platzierungsgarantien gezogen. Die EEH hatte nicht genügend Geld; sie ging pleite.

Die Insolvenz des Emissionshauses hat Folgen. 19 Schiffsfonds, die das Emissionshaus bis jetzt aufgelegt, sind betroffen. Anlegern sehen schweren Zeiten entgegen. Sie drohen alles zu verlieren.

Anleger, die sich an der Reederei Heinz Corleis GmbH & Co. KG MS „Uranus“ beteiligt haben, wurden zuletzt mit einem üblen Drohschreiben aufgefordert, die ausstehenden Hafteinlagen zu erbringen. In dem Schreiben heißt es wörtlich:

„Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass Sie als Folge Ihrer Nichteinzahlung der ausstehenden Einlage möglicherweise von dritter Seite ein persönliches Mitverschulden von Ihnen an einer verschleppten Insolvenz trifft. Diese Vorwürfe können insbesondere von Mitgesellschaftern, die ihrer vollständigen Kapitalleistung nachgekommen sind in Erwägung gezogen werden. Die Geschäftsleitung wird nach erfolglosem Ablauf der Zahlungsfrist unverzüglich weiterführende Schritte einleiten müssen."

Der Hamburger Anlegeranwalt Oliver Frick von den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten meint: "Da liegen die Nerven blank. Jetzt sollen Anlegern für die Versämnisse der Initiatoren einstehen. Nach Lage der Dinge gehen wir davon aus, dass allenfalls den Unternehmensverantwortlichen strafrechtliche Konsequenzen drohen. Das Emissionshaus stand im Laufe der jahre insgesamt für Verbindlichkeiten in einem dreistelligen Millionenbetrag ein. Mit € 300.000,00 Stammkapital. Die waren im worst case von Anfang überfordert. Das Anlagekonzept war unschlüssig. Anleger wurden gefährdet."

Nach Lage der Dinge betrifft die Insolvenz die folgenden EEH Elbe Emissionshaus Fonds: MS „Delfin“ GmbH & Co. KG, MS „Capella“ GmbH & Co. KG, Reederei Hein Corleis GmbH & Co. KG MS “Uranus”, MS “Elbsailor” GmbH & Co. KGMS “Glory” GmbH & Co. KG, “Pacific Sun” GmbH & Co. KG, MS “Wisdom” GmbH & Co. KG, SYKRON GmbH & Co. KGMS “Blankenese” GmbH & Co. KG, J.H.O. Reederei GmbH & Co. KG MS “Jana”J.H.O. Reederei GmbH & Co. KG MS “Mare”, MS “Amavisti” GmbH & Co. KG, MS “Wealthy” GmbH & Co. KG, MS “Fabian” GmbH & Co. KGMS “Svenja” GmbH & Co. KG, MS “Antje” GmbH & Co. KG, MS “Anke” GmbH & Co. KGHR “Vera” GmbH & Co. KG und die HR “Simone” GmbH & Co. KG.

Die von der EEH Elbe Emissionshauses GmbH & Co. KG hingegebenen Sicherheiten sind hinfällig. Und das ist das sprichwörtliche momentum für einen Dominoeffekt. Die ersten Fondsgesellschaften, J.H.O. Reederei GmbH & Co. KG MS “Mare” und “Pacific Sun” GmbH & Co. KG mussten schon Insolvenzanträge stellen.

Die GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte haben die Risiken von Anfang an gesehen. Rechtsanwalt Oliver Frick meint: „Die Entwicklung überrascht nicht. Die EEH Elbe Emissionshauses GmbH & Co. KG dürfte sich mit den Platzierungsgarantien von vornherein übernommen und hat damit das Risiko einer Insolvenz billigend in Kauf genommen haben, falls die Platzierungsgarantien gezogen werden. Mit allen Folgen. Damit bestand für die Anleger von Anfang an kein geeigneter Schutz."

Betroffene Anleger sollten sich deshalb unverzüglich von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. In vielen Fällen kann ihnen nach unseren Erfahrungen geholfen werden. 

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Oliver Frick, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper