Dr. Peters spendiert besonders fleissigen Vermittler Luxustrip nach Hawaii

Hamburg, 08.10.2013. Der Postbank-Skandal zieht Kreise. Nach einem Bericht im Hamburger Nachrichtenmagazin STERN soll die Initiatorin des Bürofonds Vermittler mit teuren Prämien geködert haben. Berater, die US$ 1 Mio. platziert haben, dürfen sich auf einer Luxusreise nach Hawaii mit einem exklusiven Shoppingstop in New York erholen (hier finden Sie mehr zum Postbank-Skandal).

Der Dr. Peters Fonds Nr. 107 wurde 2004 aufgelegt. 415 Kommanditisten haben sich an einem Bürogebäude aus dem Jahr 1965 in der 550 Broad Street in Newark, New Jersey, beteiligt. Der Fonds hat die Prognosen drastisch verfehlt. Bis 2010 hat der Fonds fast US$ 10 Mio. weniger verdient. Die prognostizierte Miete in Höhe von US$ 6,6 Mio. konnte nicht erzielt werden. Von den in Aussicht gestellten Ausschüttungen in Höhe von 48% des Nennwerts der Beteiligungen bis 2010 wurden gerade mal 18% ausgezahlt. Und die können unter bestimmten Voraussetzungen auch noch zurückgefordert werden. Dann drohen Anleger ganz leer auszugehen. "Betroffene Anleger," rät der auf das Bank- und Kapitalmarkt spezialisierte Hamburger Anlegeranwalt Matthias Gröpper von den GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten, "sollten dringend den Exit vorbereiten. Auf Kosten der Berater."

Davon war nichts im Verkaufsprospekt zu lesen. Trotz der klaren geltenden Rechtslage. Banken müssen spätestens seit 1997 Kunden unaufgefordert über alle aus der Vermittlung folgenden Zuwendungen, die sie von Dritten kassieren, aufklären. Aus gutem Grund. Der Berater begibt sich in einen Interessenkonflikt, wenn er von Dritten für die Vermittler Gelder annimmt. Denn der Kunde läuft in dem Fall Gefahr, dass die Anlageempfehlung vor allem aus dem Provisionsinteresse des Beraters folgt und nicht oder nicht so sehr im Interesse des Kunden gegeben wurde. Seit 2006 wurden Banken deshalb in mehreren tausend Fällen, nicht zuletzt durch den Bundesgerichtshof (XI ZR 56/05) verurteilt; sie müssen den Anlegern alle aus den Investments folgenden Schäden ersetzen. 

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt oliver Frick