RWB AG/ RWB RenditeWertBeteiligungen AG. Anleger können viel tun.

Die 1999 gegründete RWB AG und die Gesellschaften der RWB-Gruppe haben sich auf die Konzeption und den Vertrieb von "Private Equity Investments" spezialisiert. Zu der Gruppe gehören die RWB Emissionshaus AG, die RWB RenditeWert Vertrieb GmbH und die RWB PrivateCapital Verwaltungs GmbH als Komplementärgesellschaft von den von der RWB PrivateCapital Emissionshaus AG aufgelegten Fonds. Die RWB PrivateCapital Emissionshaus AG zählt sich zu den führenden Emissionshäusern für geschlossene Private Equity Fonds auf dem deutschen Markt und behauptet, dass sie mit 133 internationalen Fondsbeteiligungen in 16 Staaten eine der erfahrensten Dachfondsinvestorinnen Deutschlands ist. Bis Ende 2012 sollen sich als 70.000 Anleger über 128.500 Beteiligungsverträgen mit Einmal- und Rateneinlagen rund € 1,8 Mrd. Euro gezeichnet haben.

Die RWB Gruppe hat bis jetzt unter anderem die Global Market Fonds 1. RWB RenditeWert PLUSSystem AG, die RWB PrivateCapital GmbH & Co. KG, die 2. RWB PrivateCapital PLUSSystem GmbH, die 2. RWB PrivateCapital GmbH & Co. Beteiligungs KG, die 3. RWB PrivateCapital PLUSSystem GmbH, die 3. RWB PrivateCapital GmbH & Co. Beteiligungs KG, die RWB Global Market GmbH & Co. Cost Average I KG und die RWB Global Market Fonds International III und die "Special Market Fonds" die RWB Special Market GmbH & Co. India I KG, die RWB Special Market GmbH & Co. China I KG, die RWB Special Market GmbH & Co. Germany I KG, die RWB Special Market GmbH & Co. India II KG, die RWB Special Market GmbH & Co. China II KG und RWB Special Market GmbH & Co. Infrastructure India I KG platziert und  vor allem Kleinanlegern über Einmal- und Ratensparpläne mehrere hundert Millionen Euro eingesammelt.

Die meisten Investments sind nach der Einschätzung der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Anlegeranwälte brandgefährlich: „Der Erfolg von Private Equity Beteiligungen hängt vom Erfolg der Zielgesellschaften ab. Und das sind häufig weitestgehend unbekannte Unternehmen, von denen niemand weiß, ob es die Firmen in ein paar Jahren noch gibt. Und wenn diese Unternehmen pleite gehen, trägt der Anleger indirekt den Schaden. Im Gegensatz zu Aktienfonds, die sich in arrivierte, an der Börse zugelassene Unternehmen einkaufen und die Beteiligungen gegebenenfalls börsentäglich handeln können, können Private Equity Fonds ihre Beteiligungen nur ausnahmsweise handeln. Und für die Fondsbeteiligungen gibt es keinen funktionierenden Markt. Die Anleger können in aller Regel nicht aussteigen und müssen die Beteiligung bis zum bitteren Ende halten.“, meint GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper.

Deshalb sind diese Beteiligungen unseres Erachtens auch nichts für die Altersvorsorge. Entgegen einiger Prospektaussagen: „Uns liegen viele Gerichtsentscheidungen vor, nach denen Kapitalanlagen mit einem Verlustrisiko nichts für die Altersvorsorge sind,“ GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Nikola Schwadtke. Und das ist konsequent. Denn die Anleger müssen sich sicher sein können, dass sie im Ruhestand über das Kapital verfügen können. Schließlich können sie dann Verluste nicht mehr mit ihrer Arbeitskraft ausgleichen.

Deshalb rät GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte gegebenenfalls allen RWB-Anlegern,  Ausstiegs- und Rückabwicklungschancen durch einen auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Investoren in den letzten Jahren durch eine Batterie anlegerfreundlicher Entscheidungen gestärkt. Wenn der Berater so ein Investments als sicher bezeichnet hat, haftet er (BGH, Urteil vom 19.10.2006, III ZR 122/05). Und der unterlassene Hinweis auf die Tatsache, dass Entnahmen und Ausschüttungen nicht zwingend der tatsächlichen Rendite entsprechen (BGH, Urteil vom 26.09.2005, II ZR 314/03) führt wie der fehlende Hinweis auf eingeschränkte Handelbarkeit dieser Beteiligungen (BGH, Urteil vom 18.01.2007, III ZR 44/06) zum Schadensersatzanspruch. Darüber hinaus kommt die Rückabwicklung in Betracht, wenn nicht oder nicht richtig über das Widerrufsrecht belehrt wurde. Und wenn der Vermittler dem Kunden verschwiegen hat, dass er für den Vermittlungserfolg von der Emittentin ein Kopfgeld kassiert, könnte er sich unter bestimmten Voraussetzungen auch schadensersatzpflichtig gemacht haben (BGH, Urteil vom 19.12.2006, XI ZR 56/05).

Und die Stiftung Warentest/ Finanztest hat sich auch schon kritisch zu einem RWB Angebot geäußert. Der getestete Ratensparplan der RWB Private Capital International II-Beteiligung (Typ B) sei zu teuer, weil die Vertriebsprovision enorm hoch seien. 23,9% des Kaufpreises werde über die Vertriebskosten verbrannt.  Zudem müssen die Anleger jedes Jahr eine Verwaltungs- und Managementgebühr in Höhe von 1,75% des Nennwerts der Beteiligung zahlen (Finanzest 3/2005, S 32, 33). Geld, mit dem der Fonds nicht arbeiten kann. Der Bundesgerichtshofs hält den wirtschaftlichen Erfolg bei Beteiligungen mit einer Vertriebskostenquote in Höhe von mehr als 15% übrigens für so unwahrscheinlich, dass Anlageberater ihre Kunden unaufgefordert darüber informieren müssen. Wenn sie das nicht tun, haften sie (BGH, Urteil vom 12.02.2004, III ZR 359/02). Es gibt also viele Gründe für RWB-Anleger, ihre Beteiligungen rechtsanwaltlich prüfen zu lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Frau Rechtsanwältin Nikola Schwadtke