Univerma AG: Finanzaufsicht ermittelt im Zusammenhang mit Kurssturz

Hamburg, 17.05.2011- Die Univerma AG wurde 2006 gegründet und ist ein deutschlandweit tätiger Investment- und Versicherungsmakler aus Ahrensburg bei Hamburg. Die Ahrensburger wollen nach eigener Aussage durch eine „ehrliche und geradlinige Beratungsleistung“ dazu beitragen, dass den Menschen „das Leben gelingt“.

Die Univerma AG hat noch einen weiteren Standort in Speyer und beabsichtigt, bis 2014 17 Standorte aufzubauen, was angesichts der bisherigen Rahmendaten vorsichtig ausgedrückt ein äußerst ehrgeiziges Ziel zu sein scheint. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2009 nämlich lediglich einen Umsatz in Höhe von € 886.613,53 und einen Gewinn in Höhe von € 48.322,14 und hatte 2010 nur 140 Interessenten.

Zur Finanzierung der beabsichtigten Expansion erhöhte die Univerma AG das Stammkapital von € 50.000,00 auf € 830.000,00 und gab Stück 780.000 Aktien zum Nennwert in Höhe von € 1,00  mit der amtlichen WKN A0V9MF heraus. Vor dem Börsengang wurden bereits Stück 680.000 Aktien zum Nennwert in Höhe von € 1,00 an die Gründer und Vorstandsmitglieder, an Freunde und Familienmitglieder der Gründer und an Mitarbeiter des Unternehmens verkauft. Die übrigen Stück 100.000 Aktien gingen zum Preis von € 60,00/ Aktie in den Handel, zunächst an der Wiener Börse und ab dem 02.08.2010 auch an die Frankfurter Börse. Ende 2010 wurde die Aktie aus dem Wiener Handel genommen. Danach brach der Kurs in Deutschland von über € 60,00 auf bis zu € 0,55 (21.04.2011) ein. Das entspricht einem Kursverlust von mehr als 99%. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Ermittlungen gegen die Univerma AG aufgenommen.

Der Ausgabekurs ist nach Auffassung der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Gröpper Köpke Rechtsanwälte nicht nachvollziehbar hoch gewesen. Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Matthias Gröpper: „Es ist für uns nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar, wie der Kurs in Höhe von € 60,00 entstanden ist. Wir haben Akteneinsicht in die Ermittlungsunterlagen der Finanzaufsicht beantragt und werden dann die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen die Univerma-Verantwortlichen prüfen“. Gröpper Köpke Rechtsanwälte betreut die Interessengemeinschaft Univerma-Geschädigte und vertritt mittlerweile viele Aktionäre. Betroffene können sich der Interessengemeinschaft jederzeit anschließen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Oliver Frick