Südfinanz Holding AG

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Insolvenzverschleppung, Anleger müssen zittern.

Hamburg, 13.04.2011. Die Regensburger Südfinanz AG hat bei vielen Kleinanlegern über eine Anleihe (WKN A0V8R4) Geld eingesammelt und hohe Zinsen versprochen. Zuletzt wurden die Zinsversprechen nicht mehr bedient. Jetzt ermittelt auch noch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung. Was ist da los?

Rechtsanwältin Catia Sofia das Neves Sequeira von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte, die sehr viele Südfinanz-Anleger vertritt: „Wir befürchten, dass die Südfinanz Holding AG in ernsten Schwierigkeiten steckt. Die Anleger warten immer noch auf die schon Ende letzten Jahres fälligen Zinsen.“ Das Unternehmen erklärt den Verzug damit, dass Liquiditätszusagen Dritter nicht erfüllt und fällige Zahlungen nicht bedient wurden.

Und der finanzielle Engpass scheint anzuhalten. Jetzt wurde bekannt, dass die Gesellschaft im Hinblick auf den neuen Zinszahlungstermin am 01.05.2011 eine Gläubigerversammlung einberufen wolle. BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwältin Sequeira: „Wir befürchten, dass die Anleger zum Verzicht der Forderungen bewegt werden sollen. Das wäre natürlich nicht hinnehmbar. Deshalb raten wir allen bertoffenen Südfinanz-Anlegern, sich an der Versammlung zu beteiligen oder zumindest von einem versierten Rechtsanwalt vertreten zu lassen.“

Die Lage hat sich verschlechtert. Das Regensburger Wochenblatt berichtete kürzlich davon, dass mehrere Mitarbeiter der Südfinanz Holding AG seit einiger Zeit kein Gehalt bekommen haben sollen und deshalb vor das Arbeitsgericht gezogen sind. Zudem ermittele die Staatsanwaltschaft jetzt auch noch wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen den Vorstand Franz Nerb, was dieser allerdings von sich wies.

Der größte Teil der durch die auf das Hamburger Anlegeranwälte BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte vertretenen Anleger hat die Anleihe der Südfinanz Holding AG über das Wertpapierhandelshaus ACCESSIO AG (früher ACCESSIO Wertpapierhandelshaus AG, davor Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG) erworben. Viele der Anleger haben Angst um ihr Geld. „Diese Befürchtung ist auch nachvollziehbar. Viele der Wertpapiere, die das Wertpapierhandelshaus vermittelt hat, sind mittlerweile weitestgehend wertlos, namentlich beispielsweise HPE AG, Cargofresh AG, PONAXIS AG, Konservenfabrik Zachow GmbH, Pongs & Zahn AG und Salvator Grundbesitz AG“, so die Hamburger Juristin Cátia Sofia das Neves Sequeira weiter.

„In vielen Fällen können die Anleger Schadensersatzansprüche geltend machen“, so die Rechtsanwältin Sequeira weiter, „Sie sollten sich deshalb unbedingt von einem mit dem Bank- und Kapitalmarktrecht vertrauten Rechtsanwalt beraten lassen.“

Ansprechpartner: Frau Rechtsanwältin Catia Sofia das Neves Sequeira, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper