Koch Gruppe Automobile AG

Nächste Gläubigerversammlung am 28.03.2011 - Anleihe soll gewandelt werden können

Hamburg/Berlin, 28.02.2011. Die Koch Gruppe Automobile AG mit Sitz in Berlin hat die Gläubiger ihrer Unternehmensanleihe (WKN A0STJ9) zu einer erneuten Gläubigerversammlung am 28.03.2011 eingeladen. Bereits in der jüngeren Vergangenheit wurden in Gläubigerversammlungen der Gesellschaft Zinsreduzierungen und Zinsverzichte sowie die zukünftige Anwendung des neuen Schuldverschreibungsgesetzes (SchVG vom 31.07.2009) beschlossen. Ende März soll nun auch noch beschlossen werden, die Anleihe in eine Wandelanleihe zu überführen. Den Gläubigern, aber auch der Koch AG selbst, soll das Recht zustehen, die Wandelanleihen in Vorzugsaktien der Gesellschaft zu wandeln. Das birgt für Anleger große Gefahren.

Rechtsanwalt Mark Heinemann von der auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei BGKS Gröpper Köpke: „Die Anleihegläubiger haben sprichwörtlich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Das Berliner Autohandelsunternehmen scheint nach unserer Einschätzung seit einiger Zeit in erheblichen wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Wenn schon jetzt kein Geld zur Zahlung der Anleihezinsen da ist, sollte die Rückzahlung der Anleihe zum Fälligkeitszeitpunkt im Jahr 2016 als sehr unwahrscheinlich angesehen werden. Immerhin geht es um den beachtlichen Betrag in Höhe von  15 Mio. € “.

BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Heinemann weiter: „Wegen der wirtschaftlichen Probleme der Gesellschaft ist es aber auch sehr fraglich, ob es für die Anleihegläubiger derzeit Sinn macht, die Anleihe in Aktien zu tauschen. Mit dem Tausch würden die Gläubiger sämtliche Rechte aus der Anleihe aufgeben. Das würde nur dann Sinn machen, wenn die Verwertung der Aktien 2016 erfolgreich verlaufen würde. Das setzt wiederum eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung voraus, die unseres Erachtens derzeit aber noch nicht einmal ansatzweise absehbar ist. Deshalb raten wir den Anlegern, der Möglichkeit der Umwandlung nicht zuzustimmen.“

Die BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwälte werden die Anleger der Koch Automobile-Anleihe bei den beiden Gläubigerversammlungen am 28.03.2011 vertreten. Wir raten allen Betroffenen, die Versammlung zu besuchen. Alle, die nicht daran teilnehmen können, sollten Ihr Stimmrecht von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt vertreten lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Mark Heinemann, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper