Jetzt ist es soweit: Die Konservenfabrik ist pleite.

Hamburg/ Schwerin, 11.05.2011. Das Amtsgericht Schwerin hat mit Beschluss vom 01.05.2011 (580 IN 60/11) das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Zachower Unternehmens endgültig eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Schweriner Rechtsanwalt Dirk Decker bestellt.

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt für viele Anleger überraschend. Der Geschäftsführer der Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG, Herr Kay Strelow, wandte sich noch im Sommer letzten Jahres  mit einem Schreiben an die Anleger und teilte mit, dass dem Unternehmen die Insolvenz drohe. Doch in diesem Schreiben sicherte er auch zu, dass die Insolvenz vermieden werden könne, wenn die Anleger auf zwei Zinsausschüttungen verzichten und sich mit einer späteren Zinsreduktion einverstanden erklären würden. Daraufhin verzichteten die Anleger bis zum 30.03.2011 auf die Zinszahlungen und akzeptierten die Reduktion der Zinsen ab dem 01.04.2011.

Das half nichts. Bereits am 21.02.2011 wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens eröffnet. Die Anleger wurden jedoch nicht über diesen Umstand unterrichtet. Auch gab es hierzu auf der Internetseite der Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG keinerlei Hinweise.

Das Amtsgericht Schwerin hat die Gläubiger nunmehr aufgefordert Ihre Forderungen bis zum 08.06.2011 zur Insolvenztabelle beim Insolvenzverwalter anzumelden. „Die Anleger müssen bei der Forderungsanmeldung darauf achten, dass sie alle Tatsachen benennen und den Anspruch richtig begründen, damit ihre Forderungen als (erstrangige) Insolvenzforderungen zur Insolvenztabelle aufgenommen werden. Anderenfalls besteht zu befürchten, dass die Forderungen lediglich als nachrangig zur Insolvenztabelle genommen werden.“, so Frau Rechtsanwältin Catia Sofia das Neves Sequeira von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Gröpper Köpke Rechtsanwälte.

Da in einem Insolvenzverfahren naturgemäß nicht genügend Geld vorhanden ist, müssen Gläubiger deren Forderungen nur als nachrangig festgestellt werden, damit rechnen, dass sie keine Zahlung aus der Insolvenzmasse erhalten. Deshalb rät Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Gröpper Köpke Rechtsanwälte den Anlegern, ihre Forderungen durch einen spezialisierten Rechtsanwalt anmelden zu lassen.

Ansprechpartner: Frau Rechtsanwältin Catia das Neves Sequeira, Herr Rechtsanwalt Mark Heinemann

Konservenfabrik in Nöten. ACCESSIO-Kunden fürchten die nächste Insolvenz

Hamburg, 23.08.2010. Die Konservenfabrik Zachow & Co. KG kämpft gegen die Pleite. Wenn die KOnservenfabrik den Vertragszins aus der Inhaber-Teilschuldverschreibung mit der amtlichen WKN A0H5JK zahlen müsste, droht die Insolvenz. Die dramatische wirtschaftliche Lage des Unternehmens wurde unter anderem mit einem Absatzrückgang in den vergangenen zwölf Monaten begründet.

Deshalb hat das Management der Konservenfabrik alle Anleger angeschrieben. Sie sollen auf der nächsten Gläubigerversammlung am 02.09.2010 für den vollständigen Verzicht auf die Zinsen stimmen.

Die meisten Anleger haben die Inhaber-Teilschuldverschreibung über die ACCESSIO Wertpapierhandelshaus AG (früher: Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch AG) erworben. Sie berichten in vielen Fällen davon, dass Ihnen die Berater nicht zu etwaigen Risiken hin bis zum Totalverlust gesagt haben.

Und das ist nicht das einzige Krisenpapier, das das Itzehoer Wertpapierhandelshaus seinen Kunden verkauft hat. Viele haben noch Wertpapiere von der Cargofresh AG, der Pongs & Zahn AG, der Salvator Grundbesitz AG, der HPE Hanseatic Private Equity AG und der Ponaxis AG empfohlen, die heute nichts oder sehr viel weniger wert sind. Die Cargofresh AG ist schon insolvent.

Die BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwältin Catia Sofia das Neves Sequeira rät allen Anlegern, sich von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt bei der Gläubigerversammlung vertreten zu lassen: „Die Beschlüsse haben für die Konservenfabrik und die Anleger eine existentielle Bedeutung. Deshalb sollte sorgfältig abgewogen werden, ob und wie das Unternehmen entlastet wird, zumal die Anleger durch ein ungeschicktes Abstimmungsverhalten möglicherweise wichtige Rechte im Kampf um die Rückzahlung der angelegten Gelder verlieren könnten.“

Ansprechpartner: Frau Rechtsanwältin Catia Sofia das Neves Sequeira, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper