Kaupthing Bank hf.: Isländische Finanzaufsicht kündigt Feststellung des Entschädigungsfalls an

Hamburg, 22.10.2008 - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht  (BaFin) hatte am 09.10.2008 ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot mit sofortiger Wirkung gegen die deutsche Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank hf. erlassen, nachdem bekannt geworden war, dass die isländische Mutter die Konten nach der Übernahme der Geschäfte durch die isländische Finanzaufsicht gesperrt hatte. Dadurch konnten die 30.800 deutschen Kaupthing-Kunden nicht mehr auf ihre Gelder zugreifen. Sie müssen entschädigt werden.

Voraussetzung für die Entschädigung ist die Feststellung des Entschädigungsfalls. Rechtsanwältin Susanne Post von der auf das Bankrecht spezialisierten Hamburger Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte, die mittlerweile über 100 Kaupthing-Geschädigte vertritt: „Nach Rücksprache mit der isländischen Finanzaufsicht wird der Entschädigungsfall in den nächsten Tagen festgestellt.“ Es ist aber noch vollkommen unklar, ob die ersten Entschädigungszahlungen vor Weihnachten geleistet werden. Das ist für viele Betroffene viel zu spät. Sie müssen schließlich auch laufende Rechnungen zahlen. BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte setzt sich deshalb für alle Mandanten mit Nachdruck dafür ein, dass sie ihr Geld so schnell wie möglich zurückbekommen.

Zudem hat die isländische Finanzaufsicht gegenüber BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwältin Susanne Post bestätigt, dass die Forderungsanmeldungen unserer Kanzlei bereits bearbeitet werden. Rechtsanwältin Post: „Wir gehen deshalb davon aus, dass unsere Mandanten sehr schnell entschädigt werden.“

Die auf das Bank-, Börsen- und Kapitalanlagerecht spezialisierte Hamburger Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte vertritt bundesweit die Interessen geschädigter Bankkunden. Die Kanzlei konnte bereits eine ganze Reihe von bedeutenden Entscheidungen gegen Finanzdienstleister herbeiführen. Sie hat unter anderem zuletzt mehrere Entscheidungen gegen die Vermittlerin des Timm Thaler-Medienfonds erstritten, in mehreren Verfahren mit Signalwirkung bundesweit als einzige Rechtsanwaltskanzlei bahnbrechende Entscheidungen wegen Kapitalanlagebetrug gegen den Vorstand des grünen Emissionshauses EECH European Energy Consult Holding AG erwirkt und die Verurteilung eines Vermittlers der Inter Capital Bank Ltd. durchgesetzt.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

Kaupthing Bank hf.: Was Kunden jetzt wissen müssen

Die Island-Bank ist pleite. Deutsche Kunden müssen den Verlust der Einlagen besorgen.

Hamburg, 09.10.2008 - Die deutsche Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank hf. (Aktiengesellschaft isländischen Rechts) ist insolvent. Kunden können ihre Gelder nicht mehr abheben. Nach Medienberichten sind ca. 30.000 Deutsche und 1.700 Schweizer betroffen.

Die Bank bezeichnete sich als eine der führenden nord-europäischen Banken und warb mit Auszeichnungen von mehreren Wirtschaftsmagazinen. Sie warb deutsche Kunden vor allem mit dem Versprechen, auf Einlagen auf dem Kaupthing Edge Tagesdeldkonto mit 5,65% p.a. zu verzinsen. Sie bezeichnete das Angebot als das "derzeit führende Online-Tagesgeldkonto" und stellte den Kunden bis zuletzt in Aussicht, mindestens bis 2012 einen höheren Zins als den jeweils geltenden EZB-Zins zu zahlen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Bankrecht spezialisierten Hamburger Kanzlei BGKS Gröpper Köpke: "Das ist zwar im Vergleich zu den Angeboten von anderen Banken ein exorbitant hoher Zins, aber stand unseres Erachtens zu keinemZeitpunkt in einem angemessenen Verhältnis zu den eklatanten Risiken der Kapitalanlage."

Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Banken sind die Einlagen wegen einer Gesetzeslücke weder über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken noch über die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz gesichert. Rechtsanwalt Gröpper: "Deshalb können die Kunden die Ansprüche nach dem derzeitigen Stand der Dinge wahrscheinlich nur gegenüber der isländischen Einlagensicherung geltend machen."

Und dabei zählt der Faktor Zeit. Nach Medienberichten verfügt der isländische Einlagensicherungsfonds nur über € 100 Mio. Dem stehen Gesamtforderungen in Höhe von € 308 Mio. von ca. 30.000 geschädigten deutschen Kunden gegenüber.

Danach reicht das Geld nicht aus, um alle Forderungen vollständig zu entschädigen. Rechtsanwalt Matthias Gröpper: "Island hat wie jeder andere EU-Mitgliedsstaat die Richtlinie 94/19/EG zur Harmonisierung der wesentlichen Aspekte der europäischen Einlagensicherungssysteme umgesetzt und ist danach verpflichtet, den Fonds bei Bedarf nachzufinanzieren, aber Experten bezweifeln das, weil Island momentan praktisch keine Zahlungskraft hat. Deshalb können die Kunden auf gar keinen Fall sicher davon ausgehen, dass sie das Geld nach den Maßgaben des isländischen Einlagensicherungsgesetzes zumindest bis zu einer Höhe von bis zu € 20.887,00 ersetzt erhalten."

Die Rechtsanwälte der Hamburger Bankrechtskanzlei BGKS Gröpper Köpke raten deshalb dazu, umgehend alle Ansprüche im Zusammenhang mit den Einlagen bei der Kaupthing Bank hf. von einem auf das Bankrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Die Rechtsanwaltskanzlei BGKS Gröpper Köpke verfügt über einschlägige Erfahrungen mit der Vertretung der Kunden gegen Banken und im Zusammenhang mit Bankinsolvenzen und arbeitet im Zusammenhang mit der Kaupthing-Pleite mit einem isländischen Rechtsanwalt zusammen, um für die Kunden alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper