Markus Frick bleibt auf freiem Fuß. Der Börsenguru bekommt Bewährung. Die Staatskasse behält von dem beschlagnahmten Vermögen einen Betrag in Höhe von € 40 Mio.

Hamburg/Berlin (ots) - Der selbsternannte Börsencoach Markus Frick kommt wahrscheinlich mit einem blauen Auge davon. Das Berliner Strafgericht stellt für die Marktmanipulation Bewährung in Aussicht. Die Staatskasse soll bis zu EUR 40 Mio. kassieren.

Der Fall "Markus Frick" zählt zu den spektakulärsten Wirtschaftsprozessen Deutschlands. Der Börsenguru hat jahrelang bis zu 20.000 Anlegern über seine Email-Hotline, Telefonhotlines und Seminare Börsentipps gegeben und zu Investments in Wertpapiere, unter anderem Starenergy, Stargold und Russoil, im Gesamtwert in Höhe von bis zu EUR 760 Mio. verleitet. Die meisten haben damit sehr viel Geld verloren.

Die Staatsanwaltschaft arbeitete den Fall jahrelang auf, sicherte ca. EUR 80 Mio. und klagte Markus Frick vor dem Berliner Landgericht an. Das Verfahren entwickelte sich zunächst sehr positiv. Frick räumte ein, Fehler begangen zu haben und gab zu, sein mittelbares Eigeninteresse an der Empfehlung der Wertpapiere in einigen Fällen nicht offen gelegt zu haben. Das sind wichtige Punkte auf dem Weg zu einer Verurteilung.

Jetzt stellte der Vorsitzende Richter eine mögliche Gesamthaftstrafe zwischen eineinhalb und zwei Jahren in Aussicht. Nur wegen Marktmanipulationen. Die Betrugsvorwürfe sollen nicht weiter verfolgt werden. Die Strafe könnte im vorliegenden Fall nach dem Strafgesetzbuch zur Bewährung ausgesetzt werden. Zudem soll von dem arrestierten Geld ein Betrag in Höhe von bis zu EUR 40 Mio. an die Staatskasse gehen. Dazu der Hamburger Anlegeranwalt Andreas Köpke von der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Damit wird die für viele Anleger, die Herrn Frick auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, die wichtige Frage, ob ihm die Wertlosigkeit der empfohlenen Wertpapiere bekannt gewesen ist, nicht geklärt." Das müssen die Anleger jetzt weiter in den privaten Schadensersatzprozessen selbst erledigen.

BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Andreas Köpke weiter: "Ich halte die Verurteilungswahrscheinlichkeit von Herrn Frick für sehr hoch, und zwar nicht nur im Zusammenhang mit den Marktmanipulationen, sondern auch wegen Betrug. Jetzt hört die Berliner Justiz auf halber Strecke auf. Das finde ich völlig unverständlich." Und BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Matthias Gröpper ergänzt: "Das sieht so aus, als wenn sich Herr Frick mit seinen Millionen frei kauft. Das ist für die betrogenen Anleger skandalös. Die fühlen sich jetzt das zweite Mal betrogen, diesmal vom Staat, der eigentlich die Interessen der Anleger schützen soll."

Die Hamburger Anlegeranwälte BGKS Gröpper Köpke betreuen über die Interessengemeinschaft Markus Frick über 250 Geschädigte und haben Herrn Frick mittlerweile in ca. 40 Prozessen auf Schadensersatz in Anspruch genommen. "Ich schätze die Erfolgsaussichten der Anleger nach wie vor als sehr gut ein", so Rechtsanwalt Andreas Köpke, "nur wir müssen eben noch ein bisschen mehr für den Erfolg arbeiten, was eigentlich die Aufgabe der Berliner Strafjustiz gewesen wäre. Aber schon jetzt hat eine ganze Reihe von Anlegern einen guten Teil ihres Schadens ersetzt bekommen. Es lohnt sich also, weiter zu machen."

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

Strafprozess gegen Markus Frick beginnt mit Paukenschlag

Der selbsternannte Börsencoach gibt Fehler zu und entschuldigt sich bei Anlegern. Das vernessert die Erfolgsaussichten von Schadensersatzklagen gegen Frick erheblich.

Hamburg/ Berlin, 04.03.2011. Der Strafprozess gegen den selbsternannten Börsencoach Markus Frick begann am 03.03.2011 mit einem Paukenschlag. Er erklärte dem Gericht, dass er im Zusammenhang mit den Empfehlungen zum Kauf der Aktien der Gesellschaften Star Energy, Stargold und Russoil schlecht recherchiert habe uns sein mittelbares Eigeninteresse an den Wertpapieren nicht offen gelegt habe. Es tue ihm leid, so Markus Frick.

Markus Frick hat durch seine Email-Hotline über 20.000 Anleger Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren gegeben. Die Anleger sollen insgesamt mehr als € 760 Mio. investiert haben. Viele der Anleger erlitten hohe Verluste hin bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Für diese Anleger ist der Ausgang dieses Strafverfahrens von allergrößter Bedeutung. Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger Rechtsanwaltskanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: „Das Geständnis von Herrn Frick verbessert die Erfolgsaussichten der Anleger in den Schadensersatzprozessen gegen den Börsencoach erheblich. Jetzt geht es darum, die Wertlosigkeit der empfohlenen Unternehmen nachzuweisen. Und dafür liegen unseres Erachtens genügend Informationen vor. Deshalb halten wir die zivilprozessuale Verurteilung von Herrn Frick für sehr wahrscheinlich.“

Die Hamburger Rechtsanwälte vertreten mittlerweile über 200 Frick-Anleger und haben bereits in mehr als dreißig Fällen Klage eingereicht. BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Andreas Köpke: „Wir raten allen Frick-Anlegern, sich von einem auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten zu lassen. Erfahrungsgemäß kann vielen geholfen werden.“

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

Markus Frick - Endlich kommt es zur Anklageerhebung

Hamburg, 19.08.2009 – Nach langer Ermittlungszeit hat die Berliner Staatsanwaltschaft nun endlich Anklage gegen Herrn Markus Frick vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts Berlins wegen des Verdachts strafbarer Marktmanipulation erhoben.

Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke: „Das ist eine gute Nachricht. Viele betroffene Anleger hatten aufgrund der langen Ermittlungszeit schon Angst, dass die Untersuchungen gegen Herrn Frick ins Leere laufen würden. Jetzt besteht die begründete Hoffnung, dass die Sache im Rahmen des Strafverfahrens weiter aufgeklärt wird.“

Nach der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft hat Herr Frick in insgesamt 49 Fällen Aktien empfohlen, ohne die Anleger über seine eigenen wirtschaftlichen Interessen an den Aktienkursentwicklungen zu informieren. Ihm wird vorgeworfen, die von ihm empfohlenen Aktien zuvor in großen Volumina über eine mauritische Tochtergesellschaft erworben zu haben. Nachdem es durch seine Empfehlungen zu Kursteigerungen kam, wurden die Aktien dann veräußert.

Nach der Meinung der Staatsanwaltschaft hat sich in 23 Fällen die Manipulation auf die Unternehmen Star Energy Corp, StarGold Mines Inc. sowie Russoil Corp. bezogen. Bei diesen drei wertlosen Mantelunternehmen sollen - durch gesondert verfolgte Hintermänner - die vorherigen Namen und Geschäftsfelder so geändert worden sein, dass sie sich nach außen hin als klangvolle Unternehmen darstellen, die etwas mit dem Abbau von Bodenschätzen in Russland zu tun haben. Die Aktienbestände der drei Unternehmen wurden danach insgesamt auf mehrere Millionen Stück erhöht, wodurch der Wert Aktien nur noch im Tausendstel- bzw. Zehntausendstelbereich (!) eines US-Dollars lag.

In Herrn Frick soll nach der umfangreichen Erhöhung der Aktienbestände dann eine geeignete Personen gefunden worden sein, um die Aktien des Unternehmens bekannt zu machen und durch die Konstruktion einer Nachfrage  zu verteuern. Während der Empfehlungen von Herrn Frick stieg der Wert der Aktien der drei Mantelunternehmen zeitweise auf € 3,08 (Star Energy), € 5,34, (StarGold) und € 1,16 (Russoil) bevor der Wert der Aktien dann nach dramatischen Verlusten auf nahezu null fiel.

Herr Frick hat im Ermittlungsverfahren ausgesagt, dass ihm erst nach dem Einbruch der Aktien der Russoil Corp. klar geworden ist, dass er missbraucht worden sei. Er habe nicht erkannt, dass die ihm übermittelten Unternehmensnachrichten der drei Mantelunternehmen unrichtig gewesen sind.    

„Wir sehen unsere Argumentation, dass Herr Frick über die Emailhotline wertlose Börsenmäntel empfohlen hatte, damit als bestätigt an“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke weiter. Betroffene Anleger sollten deshalb umgehend einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen und alle Möglichkeiten prüfen lassen.

„Dass Herr Markus Frick wirklich nichts von dem Hintergrund der drei Mantelunternehmen gewusst hatte, halten wir für sehr unwahrscheinlich“, so abschließend Rechtsanwalt Andreas Köpke weiter: „Es bleibt insofern abzuwarten, was in dem laufenden Verfahren weiter ermittelt wird.“

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper und Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

Markus Frick: Staatsanwaltschaft friert in dem Verfahren gegen den Börsencoach € 80 Mio. ein, Anleger sollten schnell handeln

Hamburg, 04.09.2008 - Die Berliner Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Strafverfahren gegen den Börsencoach Markus Frick € 80 Mio. arrestiert. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde sagte, dass dadurch die Gewinne aus den mutmaßlichen Kursmanipulationen abgeschöpft und gesichert werden sollen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der Hamburger Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke: "Das sind für alle Betroffenen sehr gute Nachrichten. Wenn Markus Frick in dem Strafverfahren rechtskräftig verurteilt wird, wird das Geld voraussichtlich vor allem den Geschädigten zugute kommen."

Allerdings müssen die Geschädigten daran mitwirken. Rechtsanwalt Andreas Köpke: "Sie werden wegen § 111 g StPO voraussichtlich einen Titel gegen Markus Frick haben müssen. Deshalb raten wir allen Betroffenen, die Ansprüche durch einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt möglichst schnell geltend zu machen. Denn wenn die Staatsanwaltschaft das Geld verteilen wird, wird höchstwahrscheinlich das Prioritätsprinzip gelten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst."

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

Markus Frick: Verbotene Spekulationen mit Russenaktien Russoil, Starenergy und Stargold

Hamburg, 08.02.2008 - Der vermeintliche Börsen-Guru Markus Frick könnte nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft tausende von Anlegern um mehr als € 100 Mio. gebracht haben. Er soll die Abonnenten seines Börsenbriefs durch Insider-Geschäfte übervorteilt haben, indem er an und für sich unattraktive Aktien über den Börsenbrief zum Kauf empfohlen und vorher selbst gekauft hat.

Dazu zählen vor allem die drei Russenaktien Russoil, Starenergy und Stargold. Markus Frick hatte Kontakt zu der Firma Bluewater Partners mit Sitz auf den Cayman Islands. Die hatte bereits Werbung für die Aktien gemacht. Gegenüber dem Spiegel räumte Frick ein, dass er die Blue Water-Verantwortlichen Igor Lipovetsky und Myron Gushlak im Herbst 2006 in seinem Berliner Büro getroffen hat. Dabei wurde ihm u.a. das Unternehmen Star Energy vorgestellt. Wenig später empfahl er die Star Energy-Aktien über seine E-Mail-Hotline.   

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung liefen gegen Gushlak bereits Verfahren wegen Kursmanipulation. Dabei ging es um sogenannte Penny Stocks. Zudem hat die us-amerikansiche Börsenaufsicht SEC Gushlak ermittelt, weil er den Kurs der Rohstofffirma Quest Minerals & Mining (QMMG) unzulässig beeinflusst haben soll. Und bei QMMG arbeitete früher Silvestre Hutchinson, einer der Chefs bei dem von Frick gepushten Unternehmen Russoil.

Zudem berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass ein Kollege im Management von QMMG Marcus Segal war, der wiederum Manager von Star Energy und Stargold Mines war, also der beiden anderen Frick-Papiere. Und eine Gründerin der Promoting-Firma Bluewater Partners, deren Vertreter bei Frick zu Besuch waren, ist Margot Hutchinson, die Ehefrau von Silvestre Hutchinson, der Manager bei dem dritten Frick-Liebling Russoil ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Bäcker vor, dass er u.a. die Aktien der drei Unternehmen ohne substantiierte Fakten in den Börsenbriefen verkauft habe, um aus den vorausgegangenen Eigenkäufen nach dem erwarteten Kurssprung durch die Investments von vielen anderen Anlegern hohe Gewinne - auf Kosten der Börsenbrief-Abonnenten - zu ziehen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Die Aussichten für Frick-geschädigte Aktienkäufer, das Geld zurück zu erhalten, sind nach unserer Meinung gut. Es gibt bereits eine gerichtliche Entscheidung gegen Markus Frick. Er wurde in dem Verfahren vor dem Landgericht Heidelberg zum Schadensersatz verurteilt, weil er die empfohlenen Aktientipps nicht selbst geprüft hat (nicht rechtskräftig). Dabei bezog sich das Landgericht auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshof aus dem Jahr 1978."

Deshalb rät BGKS Gröpper Köpke allen Betroffenen, die Rechtslage von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen und ggf. Ansprüche geltend machen zu lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke