Atlas Fonds: Die Atlas Treuhand erwägt den Verkauf der Fondsimmobilie

Hamburg, 01.08.2008 - Viele Gesellschafter der Atlas Fonds Nr. 9 und Nr. 10 und Nr. 11 wurden durch Schreiben der Atlas Treuhand vom 30.07.2008 befragt, ob Sie an dem Kauf der Fonds-Immobilien interessiert sind. Die Gesellschafter wurden gleichtzeitig gefragt, ob sie die Beteiligungen verkaufen möchten. Für einen Anteil an dem Atlas Fonds Nr. 10 wurde ein Preis in Höhe von € 2.850,00 geboten; der Anteil kostete 1998 in der Emission DEM 10.000,00. Ein Anteil an dem Atlas Fonds Nr. 11 soll einen Preis in Höhe von € 2.180,00 bringen; die Anleger mussten dafür ursprünglich € 5.000,00 bezahlen. 

Daraus folgen für die Gesellschafter eine ganze Reihe wichtiger Fragen. Wer ist der bislang noch nicht namentlich genannte Investor, verfügt er für den Kauf der Anteile über eine hinreichende Bonität, was will er damit und wie wurde der Kaufpreis ermittelt.

Rechtsanwalt Andreas Köpke von der Hamburger Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Wir halten es für skandalös, dass Anleger im Umlaufverfahren zu derartig weitreichenden Entscheidungen veranlasst werden sollen. Die Themen gehören unseres Erachtens in eine Gesellschafterversammlung, in der alle Beteiligte die Vorschläge offen diskutieren können."

Ganz wichtig: Die Anleger sollten keinesfalls vorschnell auf die Angebote reagieren. Denn damit würden Sie möglicherweise auch andere Ansprüchen gegenüber Dritten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung aufgeben. Und die gibt es. Unter bestimmten Voraussetzungen können Atlas-Anleger nämlich von einer höchst attraktiven Rechtsprechung profitieren und alle bereits geleisteten Zahlungen im Zusammenhang mit dem Beteiligungskauf zurückverlangen. Das ist dann der Fall, wenn Sie die Beteiligung (und ggf. den Kredit für den Kaufpreis) in einer Haustürsituation abgeschlossen haben und die in den Verträgen verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Wir hatten bereits vor einiger Zeit auf ein höchst vielversprechendes Urteil des Landgerichts Karlsruhe hingewiesen. Die Kammer hatte dort festgestellt, dass die in dem der Entscheidung zugrunde liegenden Vertrag verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Dadurch konnte der Anleger die Beteiligung Jahre später widerrufen und alles zurückverlangen, was er auf den Vertrag gezahlt hatte."

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

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Atlas Fonds: Anleger können Verträge wegen Formfehlern rückabwickeln

Hamburg, 19.12.2007 - Das Landgericht Karlsruhe entschied, dass die Widerrufsbelehrung für den Kreditvertrag, mit dem der Fondsbeitritt weitestgehend finanziert wurde, fehlerhaft ist und verurteilte die kreditgebende Bank zur Rückabwicklung des Kreditvertrags (11 O 20/05, nicht rechtskräftig). Die Bank muss alle bereits geleisteten Zahlungen zurückgeben und kann keine weiteren Ansprüche geltend machen und erhält im Gegenzug die praktisch wertlose Fondsbeteiligung.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Das ist der Idealfall. Der Anleger wird so gestellt, wie er vor dem Fondskauf und vor der Kreditaufnahme gestanden hat. Die Bank muss seinen ganzen Schaden tragen."

Das ist möglich, weil im vorliegenden Fall ein sog. Verbundgeschäft zwischen Fondsbeteiligung und Kreditvertrag bestand und der Anleger in einer sogenannten Haustürsituation gezeichnet hat. Der Gesetzgeber schützt den Anleger in Haustürsituationen vor dem übereilten Abschluss durch ein (mittlerweile) zweiwöchiges Widerrufsrecht und legt an die Richtigkeit der Erklärung, mit der der Anleger über sein Widerrufsrecht belehrt werden muss, strenge Maßstäbe. Da die Frist zur Ausübung des Widerrufs erst mit der Aushändigung einer richtigen Belehrung beginnt, kann der Anleger - wenn die Belehrung falsch ist - mitunter noch viele Jahre später den Vertrag widerrufen.

Betroffene Atlas-Anleger sollten sich deshalb unverzüglich vo einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. In vielen Fällen kann ihnen geholfen werden.  

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke