BALZ Finanzservice AG

Hamburg/Stuttgart, 04.10.2006. „Großer Verlust statt sichere Rendite“. Mit diesen Worten warnte das ZDF Wirtschaftsmagazin WISO in einem Beitrag am 16.01.2006 vor einer Beteiligungen an der BALZ Finanzservice AG.

Wie mittlerweile viele andere Gesellschaften auch, bietet die Dieburger BALZ Finanzservice AG (BALZ AG) Anlegern sog. atypisch stille Beteiligungen als Kapitalanlage an. Dabei wendet sich die BALZ AG mit ihrem Angebot vor allem an Kleinanleger, die sich entweder mit einer Einmaleinlage i.H.v. min. € 2.500,00 oder mit monatlichen Rateneinlagen i.H.v. min. € 50,00 als atypisch stille Gesellschafter an dem Unternehmen beteiligen können. Die Mindestvertragsdauer beträgt 10 Jahre.

Den Anlegern werden die atypisch stillen Beteiligungen teilweise als die sprichwörtliche „Eierlegendewollmilchsau“ verkauft, bestens geeignet um damit nicht nur Steuern zu sparen, sondern auch um sicher für das Alter vorzusorgen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Verbraucherschützer und die Presse warnen bereits seit Jahren vor atypisch stillen Beteiligungen. So heißt es beispielsweise in dem WISO-Beitrag weiter: „Viele Privatanleger wissen meist nicht, wie und in welcher Form sie hier investieren. Oft verlieren sie einen Großteil des Kapitals - aber auch Totalverlust und Zusatzforderungen sind möglich“. Dr. Peter Lischke von der Verbraucherzentrale Berlin führt in dem WISO-Bericht weiter aus: „Als ein atypisch Beteiligter bin ich unternehmerisch an einem Unternehmen beteiligt. Still bedeutet, ich habe keinerlei Einfluss auf die unternehmerische Politik. Das Risiko besteht einfach darin, dass das unternehmerische Konzept nicht aufgeht und mein Geld weg sein könnte, wenn das Unternehmen in die Insolvenz fällt“. Dementsprechend steht die BALZ Concept AG auch auf der „Liste der unseriösen Geldanlage und Beteiligungsangebote“ der Verbraucherzentrale Berlin.

In Anbetracht der nicht unerheblichen Risiken, die mit der Beteiligung verbunden sind, sollten atypisch still Beteiligte ihren Fall dringend von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke