Hermes Vorsorge AG

Stuttgart/ Hamburg, 13.12.2006 - Das Amtsgericht Leipzig hat über das Vermögen der Leipziger Firma Hermes Vorsorge AG per Beschluss vom 21.11.2006 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (403 IN 3884/05). Der Antrag wurde von einem geprellten Gläubiger gestellt.

Die Hermes Vorsorge AG hatte an die Anleger Inhaber-Teilschuld-verschreibungen verkauft. Ihnen wurde eine jährliche Zinsrendite in Höhe von 7,1 % in Aussicht gestellt. Die Laufzeit betrug fünf Jahre. Ausweislich des Prospekts sollten die Anlegergelder in Einzelhandels- und Discount-Märkte und Einkaufs-zentren investiert werden und als working capital.

Die Gesellschaft warb damit, dass sie bereits damals einen jährlichen Mietzins in Höhe von 10 % erzielte und der damalige Vorstand der Hermes Vorsorge AG, Herr Stavros Efrimidis, behauptete in der ZWP 11/2004 sogar, dass sich die Inhaber-Teilschuldverschreibung für sicherheitsorientierte Kapitalanleger eigne und das Risiko für die Anleger "nur gering" ist.

Das ist nach unserer Einschätzung völlig falsch; der Kapitalanlage wohnte von Anfang an ein hohes Totalverlustrisiko inne. Und mittlerweile ist die Firma eventuell zahlungsunfähig. In diesem Zusammenhang ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen die Unternehmensverantwortlichen wegen Betrugsverdacht. Ein Schelm, der da Böses denkt.

Betroffene Anleger sollten sich umgehend an einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden und prüfen lassen, ob sie Schadenser-satzansprüche haben.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper