LEX Konzept Rente: Vorsicht vor den neuen Kreditangeboten

Hamburg, 01.09.2008 - Dieser Tage werden viele Käufer von kreditfinanzierten Rentenmodellen wie der LEX Konzept Rente, der SpaRenta Kombi-Rente, der SKR System-Kompakt-Rente der Schnee-Gruppe und anderen Rentenkonzepten von den finanzierenden Banken angeschrieben und zum Abschluss eines neuen Kreditvertrags gedrängt, weil die alten Verträge in der nächsten Zeit ablaufen.

Ein Neuabschluss kann für Betroffene ganz erhebliche Nachteile bringen. Denn unter bestimmten Voraussetzungen kann der Anleger nach dem Neuabschluss ursprünglich bestehende Rückabwicklungsansprüche gegen die Kreditgeberin nicht mehr durchsetzen. Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Anleger sind nach unserer Einschätzung häufig nicht richtig über ihre Rechte und über die Risiken des Investments hingewiesen worden. Mit den neuen, erheblich veränderten Vertragsunterlagen werden die Anleger teilweise neu aufgeklärt und neu belehrt. Im ungünstigsten Fall kann sich der Anleger kurz danach nicht mehr seine ursprünglichen Rechte durchsetzen."

Deshalb rät BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte allen Betroffenen, die Kapitalanlage von einem auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen, bevor die neuen Verträge unterzeichnet werden.

Allgemeines: Die meisten kreditfinanzierten Rentenkonzepten gelten nach Expertenmeinungen mittlerweile als gescheitert. Durch die verhältnismäßig schlechte Börsenentwicklung und die nachteilige Entwicklung der Wechselkursverhältnisse hat sich die Deckungslücke bis zur Tilgung der Kreditverträge zuletzt teilweise dramatisch und unter realistischen Bedingungen nicht mehr einholbar vergrößert. Die betroffenen Anleger sollten deshalb ihr Investment dringend überprüfen lassen. Erfahrungsgemäß kann vielen geholfen werden.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

LEX Konzept Rente: Abgeltungssteuer droht die ohnehin negative Performance dramatisch zu verschlechtern

Hamburg, 23.06.2008 - Die ausstiegswilligen LEX-Anleger sollten sich schnellstmöglich um die Rückwabwicklung des Investments kümmern. Denn wenn ab 2009 die Abgeltungssteuer greift, wird die Liquidation der Rentenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen nach § 20 Abs. 2 Nr. 6 EStG steuerpflichtig. Das kann für LEX-Anleger erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Deshalb rät BGKS Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Matthias Gröpper allen LEX-Geschädigten, ihr Investment im Hinblick auf alle Ausstiegsmöglichkeiten möglichst frühzeitig von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke

LEX Konzept Rente

Stuttgart/ Hamburg, 03.12.2006 - Bei der LEX Konzept Rente handelt es sich um eine (teilweise) kreditfinanzierte Rentenversicherung, die aus mehreren Bausteinen besteht. Den Anlegern wurde zunächst mit einem geringen, teilweise weniger als 10 vom Hundert betragenen Eigenkapitalanteil ein auf Schweizer Franken lautendes Darlehen vermittelt. Die Darlehensvaluten wurden ca. zu zwei Drittel in eine englische Lebensversicherung (Clerical Medical Investment Group Limited) und zu einem Drittel in zwei Aktienfonds (Templeton und Pioneer) investiert.

Bei dem Darlehen handelte es sich in aller Regel um endfällige Darlehen. Den Kunden wurde in Aussicht gestellt, dass die Darlehensvaluten ausschließlich durch den Ertrag aus den beiden Aktiensfonds-Beteiligungen innerhalb von 10 bis 14 Jahren zurückgeführt werden können. In der Zwischenzeit sollten die Zinsen aus den Erträgen aus der sofort ausschüttenden Lebensversicherung bezahlt werden. Das Konzept sollte sich nach der Darstellung vieler Vermittler von selbst tragen.

Es kam, wie es kommen musste. Die Aktienfonds verloren an Wert. Es war und ist absehbar, dass der Einsatz und der Ertrag aus den Aktiensfonds innerhalb der avisierten "10 bis 14-Jahresfrist" nicht für die Tilgung des Darlehens ausreicht. Infolgedessen wurden die Kunden von der Bank aufgefordert, aus eigenen Mitteln nachzuschießen. Jetzt müssen die Anleger in Abhängigkeit von der Höhe des Kreditengagements halbjährlich mehrere tausend Euro nachschießen. Und es ist kein Ende abzusehen: Wegen des großen Kredithebels müssten die Anlagen für jedes Jahr mit einer ungenügenden Performance im darauffolgenden Jahr ein überproportional gutes Ergebnis erzielen. Das ist leider nicht der Fall. Mittlerweile könnte die Anlage ausweislich des unserer Kanzlei in dieser Sache vorliegenden finanzmathematischen Gutachtens nur noch durch eine Serie ganz überdurchschnittlich guter, im satten zweistelligen Bereich liegender Renditen auf Kurs gebracht werden. Und das halten wir für völlig unrealistisch. Das Schicksal teilen im Übrigen eine ganze Reihe ganz ähnlicher Rentenmodelle, zu denen u.a. die Spa-Renta Kombirente und die landläufig als Schnee-Rente von der Schnee-Gruppe konzipierte Sicherheits-Kompakt-Rente.

Mittlerweile haben eine ganze Reihe von Gerichten klargestellt, dass Kapitalanlagen für die Altersvorsorge ausschließlich dann geeignet sind, wenn die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals gesichert ist. Das ist wegen der ganz erheblichen Kredit-, Währungs- und Steuerrisiken des als Rente bezeichneten LEX Konzepts nicht der Fall.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper