29.11.2011

FOUR GATES AG (ehemals: OFL ANLAGENLEASING AG): Anleger laufen Sturm - Gerichte prüfen Ansprüche

Hamburg, 29.11.2011. Die FOUR GATES AG (ehemals OFL Anlagenleasing AG) wurde in mehreren Fällen von geschädigten Anlegern verklagt. Die Anleger verlangen von dem Dortmunder Unternehmen das ganze Geld zurück, das sie bezahlt haben. Anleger, die Ratenbeteiligungen bei dem Unternehmen abgeschlossen haben, verlangen zudem die Feststellung, dass sie zu keinen weiteren Zahlungen an das Unternehmen verpflichtet sind. Mit ein Wort: Sie sollen so gestellt werden, wie sie gestanden hätten, wenn sie die Beteiligungen nicht angeschlossen hätten.

Hintergrund der Klagen ist, dass die FOUR GATES AG zur weiteren Finanzierung Genußrechte und atypisch stille Beteiligungen begeben hat. Bei Beratungsgesprächen wurden eine ganze Reihe von Anlegern nicht auf die erheblichen Risiken der Beteiligungen an der FOUR GATES AG hingewiesen. Häufig wurden die Beteiligungen sogar als risikolose Altersvorsorgen vermittelt. Dies stellt eine erhebliche Falschberatung der betroffenen Anleger dar.

Denn die Beteiligungen an der FOUR GATES AG weisen erhebliche Risiken auf. Beispielsweise tragen die Anleger ein erhebliches Verlustrisiko hin bis zum Totalverlust. Daher sind solche Beteiligungen nach der Rechtsprechung gänzlich ungeeignet für die Altersvorsorge. Anleger, die die Beteiligung in Raten abzahlen, trifft zudem das Risiko, dass sie selbst im Insolvenzfall die Raten weiter an die Gesellschaft leisten müssen, unter bestimmten Voraussetzungen sogar die gesamten restlichen Raten auf „einen Schlag“ zahlen müssen.

„Die Verpflichtung, die restlichen Raten im Insolvenzfall in einer Summe zu leisten, kann zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung der betroffenen Anleger führen“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte, „denn in vielen Fällen sind sehr hohe Beteiligungssummen an der FOUR GATES AG abgeschlossen wurden, so dass die Berater teilweise die wirtschaftliche Existenz dieser Anleger leichtfertig auf’s Spiel gesetzt haben“.

Betroffene Anleger sollten sich deshalb umgehend mit einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt in Verbindung setzten und alle Möglichkeiten prüfen lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke und Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

OFL AnlagenLeasing AG: Alte Firma im neuen Gewand

Hamburg, 03.02.2008 - Die Dresdner OFL Anlagenleasing AG ist vielen Kapitalanlegern als Emittentin von Genussrechten, Inhaber-Stammaktien und atypisch stillen Gesellschaftsbeteiligungen bekannt. Jetzt kam Bewegung in die Sache. Aus der OFL Anlagenleasing AG wurde die FOUR GATES AG.

Die Gesellschaft verpasst sich damit einen neuen Anstrich. Über die Motive kann man nur spekulieren. Es war aber so, dass seit geraumer Zeit einige Verbraucherschutzinitiativen vor einigen Geldanlageprodukten der OFL Anlagenleasing AG warnten, weil die von ihr verkauften Kapitalanlagen mitunter ganz erhebliche Risiken aufweisen, die im schlimmsten Fall zum Teil- und zum Totalverlust des Investments führen könnten. Deshalb sind Aktien, Genussrechte oder auch stille Beteiligungen grundsätzlich nicht für die Altersvorsorge geeignet. Anleger, denen solche Kapitalanlagen sprichwörtlich „für die Rente“ oder "für das Alter" empfohlen wurden, können unter bestimmten Voraussetzungen Ersatzansprüche geltend machen. „Deshalb raten wir allen betroffenen Anlegern“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte, „mögliche Ansprüche prüfen zu lassen.“

„Der neue Name der Gesellschaft ist insoweit unerheblich“, so Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke: „Etwaige Ansprüche könnten und müssten jetzt nach unserer Einschätzung gegebenenfalls gegen die FOUR GATES AG geltend gemacht werden.“

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

OFL AnlagenLeasing AG: Vorsicht vor den Geldanlageangeboten

Stuttgart/ Hamburg, 13.01.2007 - Die Dresdner OFL AnlagenLeasing AG (nachfolgend OFL) wurde im September 1999 gegründet. Die OFL ist operativ im Finanzdienstleistungs- und als Holding im Finanzdienstleistungs- und Leasingbereich tätig. Zur weiteren Finanzierung begibt die OFL Genussrechte, die als Genussscheine gehandelt werden. Die Laufzeiten betragen - je nach Anlagestrategie - 10 bis 18 Jahre, so dass nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen die Genusrechte dem Eigenkapital zuzurechnen sind. Die Mindesteinlage liegt - je nach Anlagestrategie - zwischen € 1.000,00 und € 6.000,00.

Durch den Erwerb von Genussrechten erhält der Anleger keine gesellschaftsrechtlichen Mitgliedsrechte, sondern lediglich Vermögensrechte und damit schuldrechtliche Ansprüche. Hieraus ergeben sich für die Anleger schwerwiegende Nachteile. Im Unterschied zu Aktien und Anleihen bestehen auch keine gesetzlichen Vorschriften zur Ausgestaltung der Genussrechte. Die einzelnen Ausgestaltungen sind vielmehr den sog. Genussrechts- bzw. Ausgabebedingungen der Genussscheine zu entnehmen. Dieser Umstand ist meist für die Anbieter von Genussrechten vorteilhaft, da sie die Ausgestaltung auf ihre individuellen Bedürfnisse ausrichten können.

Im Gegensatz dazu ist der Erwerb von Genusrechten mit erheblichen Risiken für die Anleger verbunden. Zuerst tragen die Anleger die sog. genusschein­bezogenen Risken. Diese sind vor allem die ergebnisabhängige Verzinsung, die fehlende Handelbarkeit der Genussscheine, die fehlende Mitwirkungsmöglichkeit am Unternehmen und die Nachrangigkeit der Genussrechte im Insolvenzfall. Daneben tragen die Anleger aber auch die gesamten unternehmensbezogenen Risiken, wie z.B. die Marktentwicklung des Unternehmens, die Investitionsrisken des Unternehmens und die Entwicklung der Tochterfirmen. Diese Risiken können für die Anleger bis hin zu einem Totalverlust ihrer eingezahlten Einlage führen.

Sollten Anleger beim Erwerb von Genussrechten von ihrem Anlageberater nicht auf die erheblichen Risiken hingewiesen worden sein oder wurden die Genusrechte sogar als zur Altersvorsorge empfohlen, so haben sie grundsätzlich Schadensersatzansprüche gegen ihre Anlageberater.

Denn wie bei atypisch stillen Beteiligungen sind auch Genussrechte aufgrund des Totalverlustrisikos nicht für eine sichere Altersvorsorge geeignet. Dies wurde wiederholt obergerichtlich festgestellt.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke, Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper