Phoenix Kapitaldienst GmbH: EdW-Entschädigung ungewiss - aber Berater haften in vielen Fällen

Hamburg, 10.02.2008 - Die Entschädigung der Anleger der insolventen Phoenix Managed Account wird zunehmend ungewisser. Nach den Problemen bei der Abwicklung des Insolvenzplans droht die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) die Anleger bis auf Weiteres zu vertrösten.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass die EdW nicht genügend Geld - das Schadensvolumen liegt bei ca. € 180 Mio. - hat, vom Staat widererwartend keine Bürgschaft erhalten hat und die Mitgliedsunternehmen, die mittlerweile zur Nachzahlung aufgefordert wurden,  sich teilweise weigern, Nachschüsse zu leisten.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper, Partner des Hamburger BGKS-Büros: "Die Entwicklung haben wir seit geraumer Zeit vorhergesehen. Deshalb haben wir allen Phoenix-Anlegern dazu geraten, etwaige Schadensersatzansprüche gegen die Berater fristwahrend geltend zu machen. Denn häufig greift die strenge WpHG-Verjährung. Danach gelten alle Ansprüche drei Jahre nach der Zeichnung des Phoenix Managed Accounts als verjährt. Das betrifft möglicherweise alle Anleger, die von einem Wertpapierhandelsunternehmen beraten worden sind. Danach halten wir die von einigen Kanzleien praktizierte Mandatsbeschränkung, nach der die Ansprüche der Anleger gegen die Berater weder geprüft noch vertreten werden, für höchst bedenklich. Das war möglicherweise deren einzige Chance, zumindest einen Teil des Geldes zurückzubekommen. Und das Ganze ist umso ärgerlicher, als dass wir in vielen Fällen gute Vergleiche erzielen konnten; die Anleger haben in fast allen Fällen bei Beraterklagen einen Teil des Schadens ersetzt bekommen."

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper