Prokon Capital AG: Gesellschaft bietet Kommanditisten Tausch der Gesellschaftsbeteiligung gegen Genussrechte an

Hamburg, 22.07.2008 - Die Prokon-Gruppe, die zahlreiche Energiefonds aufgelegt hat, plant die Umwandlung von Kammanditanteilen an den Windparks in Genussrechte. Dafür benötigen Sie die Zustimmung der Gesellschafter.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Anleger sollten sich vor der Entscheidung auf jeden Fall von einem gesellschaftsrechtlich versierten Rechtsanwalt beraten lassen. Denn die Anleger würden mit der Zustimmung zur Umwandlung Ihre Stellung als Kommanditisten verlieren. Das hat weitreichende Folgen. Genussrechtsinhaber haben im Gegensatz zu Kommanditisten grundsätzlich kein Stimmrecht, können keine Gesellschafterversammlung einberufen, die Geschäftsführung nicht direkt kontrollieren und das Geschäftsergebnis nicht steuerlich, bspw. als Verlustzuweisung, verwenden."

Hinzu kommt, dass es aufgrund eine Berichts in der Süddeutschen Zeitung bereits zu Zahlungsschwierigkeiten beim Fonds Fonds New Energy V gekommen ist. Deshalb sollten alle Anleger von einem gesellschaftsrechtlich orientierten Anlegeranwalt die weiteren rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper

Prokon Capital AG

Hamburg, 05.10.2006 - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersagte der Prokon Capital AG die Rückkaufgarantie für die von ihr emittierten Genussrechte. Es handelte sich nach Ansicht der BaFin um ein erlaubnispflichtiges Bankgeschäft und die Prokon Capital AG verfügt nicht über die für die Durchführung von Einlagengeschäften erforderliche Erlaubnis.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) können die Prokon-Zeichner deshalb möglicherweise einen Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft geltend machen. Denn die Erlaubnispflicht für die Durchführung von Bankgeschäften nach § 32 Kreditwesengesetz ist nach einem ganz aktuellen Urteil des BGH Schutzgesetz. Dem versucht die Prokon Capital AG jetzt mit der Behauptung "Wir dürfen zwar keine Garantien mehr geben. Aber niemand verbietet es uns zurückzukaufen, wenn uns ein Anleger darum bittet" ("kapital-markt intern" 13/2006), entgegenzutreten. Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der Hamburger Anlegerschutzkanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Es bleibt abzuwarten, ob die Prokon diesem Angebot nachkommt. Wir haben jedenfalls nicht unerhebliche Zweifel daran."

Darüber hinaus könnte u.U. auch der Vermittler der Kapitalanlage in Regress genommen werden, weil der Brancheninformationsdienst „kapital-markt intern“ in seinen Ausgaben 50/2005 und 13/2006 vor einer Kapitalanlage bei der Prokon Capital AG gewarnt hat. Bei "kapital-markt intern" handelt es sich um ein nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bei der Anlageempfehlung zu berücksichtigendes Informationsmedium. Der Anlageberater ist verpflichtet, den Kunden auf die negative Berichterstattung aufmerksam zu machen. Wenn er dies nicht tut, haftet er aus Falschberatung.

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper