Victory Media Fonds

Stuttgart/Hamburg, 05.10.2006 - Herr Franz Landerer gründete 1991 unter dem Firmenamen Victory Children TV Production GmbH die heutige Victory Media Gruppe. Herr Landerer reagierte damals auf Schwierigkeiten, die bei der Umsetzung der Zeichentrickserie "Willi Wühlmaus geht auf Weltreise" auftraten. Die Victory Media Gruppe finanziert, produziert und vermarktet Familienprogramme für den internationalen Fernsehmarkt.

Mehr als 8.500 Anleger haben sich im Laufe der Zeit an einem oder mehreren der mittlerweile 24 Medien-Fonds beteiligt. Mit dem Geld wurden über 100 Medienprojekte mit einem Gesamtvolumen von über EUR 360 Mio. realisiert.

Derzeit geben indes eine ganze Reihe von Victory-Fonds Anlass zur Skepsis. Es besteht der Verdacht, dass die Victory-Verantwortlichen in den Emissionsunterlagen mit falschen Garantieversprechen geworben und die eingesammelten Anlegergelder pflicht- und satzungswidrig verwendet haben.

In den Gesellschafterversammlungen der Beteiligungen Nr. 11, 12, 16, 18, 19, 20, 21, 22 und Millenium I + II vom 18.-20.04.2005 wurden die Anleger darüber aufgeklärt, dass die Jahresabschlüsse fast ausschließlich aus Forderungen gegen die Firma Global Entertainment Production Holland B.V. bestehen. Dabei handelt es sich um eine holländische Firma mit Sitz in Amsterdam, die wiederum der Global Production B.V. mit Sitz auf Curacao, niederländische Antillen, gehört.

Die Global Production B.V. ist einer der wesentlichen Geschäftspartner der Victory Gruppe. Die Victory-Fonds halten derzeit ca. € 30 Mio. an Forderungen der Fonds gegen die Karibik-Firma. Die Geschäftsführer forderten jetzt zum Verzicht auf diese Forderungen auf. Das ist indes nicht nachvollziehbar. Solange die Aussicht darauf besteht, dass die Forderung realisiert werden kann, darf aus der Sicht ordnungsgemäßer Unternehmensführung sogar nicht darauf verzichtet werden.

Und wenn die Forderung tatsächlich nicht durchgesetzt werden könnte, ist umgekehrt das gesamte Anlagekonstrukt in Gefahr. Das wäre insbesondere dann der Fall, wenn es sich bei der Global Production B.V. um eine - wie mittlerweile vereinzelt kolportiert - "Briefkastenfirma" handeln sollte. In dem Falle wäre im Übrigen auch der Emissionsprospekt einzelner Fonds-Beteiligungen falsch. Dann könnten die Anleger Schadensersatzansprüche gege die Prospektverantwortlichen - allen voran die Geschäftsführung - geltend gemacht werden. Ferner könnte den Anlegern ein Schaden entstanden sein, weil ohne die Zwischenschaltung der Karibik-Firma enorme Vertriebsprovisionen gespart worden wären. Wegen der sehr kurzen Verjährungsfristen sollten die Anleger umgehend einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt kontaktieren, um die individuellen Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der Hamburger Investorenkanzlei B|G|K|S Rechtsanwälte: "Neben dem möglichen Totalverlust des eingesetzten Kapitals drohen den Victory-Zeichnern weitere Nachteile. Bspw. könnten die Investoren im Falle der Insolvenz neben der Einlage auch mit den aus dem Eigenkapital gezahlten Ausschüttungen haften. Rückzahlungen über die Einlage hinaus wären die Folge. Ferner könnten die steuerlichen Verlustzuweisungen - wie bei den Fonds Nr. 2 bis 6 bereits der Fall - aberkannt werden. Ein weiteres Problem ergibt sich für die Victory-Anleger aus der kurzen Verjährungsfrist. Deshalb sollten sie sofort handeln."

Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Matthias Gröpper